Mein Name ist Adonia Mpliamplias. Und genau dieser Name, diese paar Buchstaben haben unter anderem dazu beigetragen, dass ich von den Praktiken der Kulturalisierung zum Teil selbst betroffen war, und ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe oder je nach dem auch keine andere Wahl hatte, mich damit auseinanderzusetzen. Zum meinem Glück führte es konkret bei mir nicht zu einem Ausschluss, aber zum Teil zu einem Gefühl von Unbehagen und dem Gefühl den Erwartungen zu entsprechen, einer Person mit einem griechischen Namen. Oder der Zuschreibung, der „Griechin“. Nebst meinem Namen machen mich noch andere Aspekte aus: ich bin ausgebildete Soziokulturelle Animatorin, habe den Bachelor in Sozialer Arbeit, arbeite seit 6 Jahren als Jugendarbeiterin und bin 27 Jahre alt.
Dana Borich is a composer, sound artist and improviser, born and raised in Tel Aviv, studying in Zurich and dreaming of Belgrade. She mainly works through processes of recording and manipulating sound, always in relation to sound, space, and auditory perception.
Kian Schwabe hat Szenische Künste an der Universität Hildesheim studiert sowie Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Dey arbeitet unter dem Namen Kian Amadeus H. als Autor*in und Theatermacher*in in Zürich. Deren Theaterarbeiten setzen die Form des Publikumseinbezugs zum Ausgangspunkt und sind häufig partizipativ. Themen der Aufführungformate wie Texte sind unter anderem Queering, Identität, Othering und Macht.
Laura Hew ist Kunstpädagogin – Master Abschluss in Art Education ZHdK 2021. Sie arbeitet an verschiedenen Zürcher Kantonsschulen als Lehrperson für Bildnerisches Gestalten. Ihre Masterarbeit schrieb sie zum Thema «getting uncomfortable – Rolle der Kunstvermittlung im Migrationsbereich: Wissenstransfer zwischen antirassistischen Theorien und der Praxis als weisse Kunstvermittlerin». Nach ihrem Masterabschluss war Laura in verschiedenen Forschungsprojekten im Feld der Art Education an der ZHdK involviert. Seit 2022 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Rolle der Koordinatorin für das von der Eidgenössischen Migrationskommission geförderte Projekt «Recht auf Wir». An der ZHdK war sie auch immer wieder als Lehrbeauftragte tätig, sei es für ein eigens entwickeltes Kooperationsprojekt oder für Seminare zusammen mit Sophie Vögele zu «Die Künste rassismuskritisch – diskutieren, reflektieren, vermitteln» oder «ZHdK postmigrantisch?!». Ihr Interesse ist es, relevante Themen zu den Studierenden und in die Strukturen der Hochschule zu tragen. Auch in ihrer eigenen Lehrpraxis versucht sie immer wieder, ihre Inhalte, Projekte und den Lehrkanon kritisch auf Inklusionsmechanismen sowie soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu hinterfragen.
Nahid Haidari (25) hat selbst Fluchterfahrung. Sie kam 2012 in die Schweiz. Seit 2018 engagiert sie sich als Freiwillige. Sie hat ihre Ausbildung als soziokulturelle Animatorin im September 2023 abgeschlossen.
Pascale Speck konzipiert, kuratiert und moderiert Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Podcasts. Sie ist Alumna der ETH Zürich und studiert im Zweitstudium an der ZHdK.
pascalespeck.com
Der Name RU ist inspiriert vom lateinischen Wort rupta, was so viel wie freigebrochener Weg bedeutet. Aus diesem Wortstamm leiten sich die Wörter Route auf Deutsch, route, rue, roue auf Französisch und ruta, rueda (Strasse, Rad) auf Spanisch ab.
Die zentrale Motivation von RU ist es, Brücken zwischen Menschen und Kunst zu schlagen. RU will zusammenbringen, zusammen denken, zusammenrücken und zusammen bewegen.
Sascha Willenbacher hat Angewandte Theaterwissenschaft in Giessen studiert. Als Dramaturg und Theaterpädagoge war er mehrere Jahre im Kinder- und Jugendtheater tätig. Seit 2011 forscht und lehrt er an der Schnittstelle zwischen Kunst und Bildung – unter anderem an der ZHdK (bis 2019) und aktuell an der Pädagogischen Hochschule FHNW. Dabei liegt sein Schwerpunkt auf Kooperationsprojekten zwischen Schulhäusern und Kultur-institutionen sowie auf kultureller Schulentwicklung. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur «Theaterpädagogik und Kulturvermittlung» am Institut für Weiterbildung der PH FHNW. Am Campus Muttenz kuratiert er für die Pädagogische Hochschule eine Kulturreihe und gestaltet in diesem Rahmen kulturelle Anlässe für mehr Teilhabe.
Sophie Vögele hat Gender Studies und Ethnologie in Basel, Genf und Heidelberg studiert und anschliessend Soziologie an der York University Toronto. Dort war sie mehrere Jahre am Department of Sociology in der Forschung und Lehre affiliiert. Seit 2014 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschung Art Education und Lehrbeauftragte. In ihrer Forschung interessiert sie sich für die Vielschichtigkeit von Prozessen der Veranderung (Othering) an Bildungsinstitutionen und im Bereich der Kunst, dessen Kritik, und institutionalisierten Mechanismen von Inklusion und Exklusion aus feministisch-post_kolonialer Perspektive. Sie kann vielseitige Forschung vorweisen; namentlich zu Prozessen der Dezentralisierung und Frauenrechten in Rajasthan, im Bereich der Ungleichheitsforschung an schweizerischen Kunsthochschulen (siehe dazu auch den Blog von Art.School.Differences) und zuletzt zu Repräsentation, Interkulturalität, kultureller Teilhabe und deren Zusammenhang mit Nachhaltigkeit. Zurzeit leitet sie das interdisziplinäre Projekt «Recht auf Wir» (ZHdK Leading House).
Wir haben uns erstmals im Mai 2024 auf Projektinitiative von Sophie Vögele und Jessy Bäsecke-Beltrametti als Gruppe getroffen, ohne genau zu wissen, wohin uns dieses Projekt führen würde. Unter der Leitung von Anina Jendreyko, haben wir unsere Erfahrungen zu Einwanderung und komplexen, miteinander verflochtenen Identitäten ausgetauscht. Langsam und sicher haben wir ein Gruppengefühl entwickelt, das auf Empathie und Solidarität basiert. Unser Austausch schafft eine Basis für gemeinsame Verständnisse, des Miteinanders und der kreativen Vision und Einsicht. Es ist ein Ort, der uns ermöglicht, uns mit der ganzen Komplexität des Einwanderer*innenlebens auseinanderzusetzen und darauf zu reagieren, und zwar durch die Erkenntnis, dass wir trotz unserer Unterschiede vergleichbare Erfahrungen und Gefühle haben. Von unseren ersten Treffen bis jetzt haben wir an unseren kreativen Ergebnissen für dieses Projekt gearbeitet und uns dabei auf eigene Erlebnisse bezogen wie auch auf die Reflexion des Prozesses als Gruppe. Unsere individuellen Arbeiten haben wir so in regelmässigen Abständen evaluiert und weiterentwickelt. Wir freuen uns, euch die daraus entstandenen künstlerischen Umsetzungen als First Issues von Geschichten, die uns bilden, zu zeigen.
Die Berliner Bratschistin Theresa Burggaller ist freiberuflich in verschiedensten Stilen und Formationen tätig. Ihr ist es ein Bedürfnis, die Konventionen der klassischen Musikszene zu hinterfragen und sich unvoreingenommen Neues zu trauen. Sie wirkt sowohl bei diversen interdisziplinäreren Projekten wie Musiktheater oder Tanzperformances mit, als auch bei konzertanten Aufführungen solistischer, kammermusikalischer oder orchestraler Werke. Sie befasst sich intensiv mit barocker Musik und spielt regelmäßig mit der Akademie für Alte Musik Berlin.
V. Cley, unter verschiedenen Pseudonymen bekannt, hat einen Bachelor in Art Education. V. ist als Filmemacher:in als Lehrperson tätig. V. widmet sich oft den Themen Körper, Intimität und den Ungleichgewichten innerhalb der Mehrheitsgesellschaft. Durch die vielseitigen Pseudonyme kann V. in einer Art Safer Space verschiedene Facetten dieser Themen erforschen und ausdrücken.















